Modellvorhaben - Dorfentwicklung und Landwirtschaft

***Abschlussveranstaltung am 18.10.2021 abgesagt***

Dem Wunsch, die Ergebnisse und Erkenntnisse des niedersächsischen Modellvorhabens KlimaAllianz Dorfentwicklung und Landwirtschaft niedersachsenweit in die Planungsprozesse, Organisationen und Dorfgemeinschaften zu tragen, kann mit den aktuell sehr geringen Anmeldungen für die Abschlussveranstaltung nicht nachgekommen werden.

Um die Informationen in Dorf- und Modellregionen sowie in ganz Niedersachsen bekannt zu machen, erarbeiten wir aktuell eine Handreichung mit den wichtigsten Aussagen, Zahlen und Erfahrungen des Vorhabens. Diese werden wir Ihnen zeitnah zukommen lassen.

Die Abschlussveranstaltung ist nunmehr für das erste Quartal 2022 vorgesehen. Über den genauen Termin und Veranstaltungsort werden wir Sie frühzeitig informieren.

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Die Landwirtschaft hat eine große Bedeutung für die Dorf- und Dörfergemeinschaften. Allerdings ist in vielen Dorfentwicklungsprozessen zu beobachten, dass die landwirtschaftlichen Betriebe immer weiter aus dem Fokus rücken. Dabei bieten sie erhebliche Potentiale für die dörfliche Entwicklung, den Klimaschutz und die Anpassung an den Klima­wandel:

  • Sie sind bedeutende Erzeuger regenerativer Energie.
  • Sie sind von den Änderungen des Klimas in Folge von Starkregenereignissen, Hochwasser, Änderungen in den Wachstumsperioden etc. betroffen.
  • Sie können durch betriebliche Veränderungen aktiv zur Verringerung von Treibhausgasen beitragen.

Am Beispiel dreier niedersächsischer Dorfregionen wird der Frage nachgegangen, wie Klimaschutz / Klimafolgenanpassung in der Landwirtschaft und in der Umsetzungsbegleitung zur Dorfentwicklung verstärkt eingebunden werden kann. Landwirte aus den Modellregionen Holte-Lastrup und Herßum (Lk Emsland), der Samtgemeinde Wesendorf (Lk Gifhorn) sowie der Region Leineweber Sechseck (Lk Northeim) erhalten mit einzelbetrieblichen Beratungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zum Klimaschutz / Klima­folgenanpassungen begleitende Unterstützung. Im Rahmen des Modellvorhabens können sie ihren CO2-Ausstoß ­minimieren. So gehen die Projektpartner zielgerichtet auf die Verbesserung der Einzelbetriebe und die CO2-Gesamtbilanzierung der ­Dorfgemeinschaften ein. Denn schon ein relativ kleiner Beitrag der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase (THG) kann in der Summe für das Dorf / die Dorfregion einen entsprechend großen Gesamtbeitrag zur Verbesserung der Klimabilanz ausmachen.

Die Landwirtschaft kann somit verstärkt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und wird mittels ihrer aktiven Einbindung zu einem wichtigen Akteur in dörflichen Entwicklungsprozessen.